Wiener Staatsoper
Die Wiener Staatsoper öffnete am 25. Mai 1869 an der neuen Ringstraße, passenderweise mit Mozarts Don Giovanni. Ihre Architekten August Sicard von Sicardsburg und Eduard van der Nüll erlebten diesen Abend nicht: Als "versunkene Kiste" verspottet, weil das Straßenniveau angehoben worden war, trieb der Bau van der Nüll in den Suizid, Sicardsburg starb wenige Wochen später. Am 12. März 1945 ließen Bomben kaum mehr als Fassade, Feststiege und Schwind-Foyer stehen. Zehn Jahre Wiederaufbau folgten, am 5. November 1955 wurde das Haus mit Fidelio unter Karl Böhm wiedereröffnet, die Hülle von 1869 umschließt seither einen modernen Zuschauerraum.
Keine Stadt gehört so sehr zur Zauberflöte wie Wien, wo das Werk 1791 im Vorstadttheater auf der Wieden uraufgeführt wurde, Mozart selbst dirigierte. Die Staatsoper hält die Oper ständig im Repertoire und pflegt ein geliebtes Ritual: Am Tag nach dem Opernball wird im festlich hergerichteten Haus Die Zauberflöte für Kinder gespielt, eine kostenlose Kurzfassung für Tausende Schulkinder.
Architekt: August Sicard von Sicardsburg
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Die Zauberflöte | Offizieller Trailer
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