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Papageno
Aus dem goldenen Zeitalter ←

Fritz Wunderlich

Tamino · 1930-1966

Für viele schlicht der Tamino: seine Aufnahme von 1964 unter Karl Böhm gilt bis heute als Referenz. Er starb mit 35 nach einem Treppensturz, wenige Wochen vor seinem Met-Debüt, und hinterließ eine der kürzesten und meistgeliebten Karrieren der Oper.

Er wuchs arm in Kusel auf, spielte Horn in Tanzkapellen, um die Schule zu bezahlen, und kam mit einem Stipendium nach Freiburg; den Rest erledigte die Stimme. Was bleibt, ist grausam wenig und vollkommen lebendig: ein Tamino, eine Dichterliebe, etwas Bach und Operette, Platten, die in sechzig Jahren nicht ein einziges Mal vergriffen waren. Sein Grab liegt in München; seine Büste steht in der kleinen Stadt, aus der er kam.

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